Neue Broschüre: Baulicher Brandschutz

Aestuver® Brandschutzplatten

Aestuver® Brandschutzplatten: ETA 11/0458 ergänzt

09.07.2021

Die europäische Zulassung für Aestuver® Brandschutzplatten wurde durch die brandschutztechnische Ertüchtigung von Stahlbetonbauteilen erweitert. Damit liegt eine in Deutschland und Europa direkt nachgewiesene Lösung vor.

Für den bauaufsichtlichen Nachweis von Brandschutzsystemen gibt es verschiedene Möglichkeiten. Zu den am häufigsten verwendeten Nachweisarten gehören das bauaufsichtliche Prüfzeugnis und die Bauartengenehmigung. Weniger im Fokus sind hingegen Produktnormen (geregelt in Deutschland über die sogenannte hEN-Liste der in Deutschland eingeführten und harmonisierten Normen) und Europäische Technische Bewertungen (European Technical Assessment ETA). Diese kommen dann zum Einsatz, wenn keine harmonisierte Norm vorliegt bzw. diese Norm wesentliche Merkmale des Produktes nicht abdeckt. Die beiden letztgenannten Nachweisformen können für eine CE-Kennzeichnung genutzt werden.
 
Die James Hardie Europe GmbH hat den Weg über eine ETA für seine Produktreihe Aestuver® Brandschutzplatten schon vor Jahren gewählt und mit der ETA 11/0458 einen bauaufsichtlichen Nachweis geschaffen, der die besonderen Eigenschaften der Aestuver® Brandschutzplatte herausstellt. Hierzu gehören:
  • Einstufung in die Dauerhaftigkeitsklasse X (witterungsresistent, frostfest)
  • Nachweis aller mechanischen Eigenschaften
  • Nachweis bauphysikalischer Werte
  • Brandschutznachweis von Konstruktionen

Im Rahmen einer Überarbeitung der ETA 11/0458 wurden jetzt insbesondere die Brandschutznachweise ergänzt. Neu ist ein Brandschutzsystem für lastabtragende Stahlbetonbauteile wie Betondecken und Betonwände sowie Betonstützen und Betonträger (“Betonertüchtigung”). Basis dieser Konstruktion ist die europäische Prüfnorm DIN EN 13381-3.


 
Ein ausreichender Schutz des Betons bzw. des Bewehrungsstahls kann mit einer nur 15 mm dicken Aestuver® Brandschutzplatte erzielt werden. Die Platten werden direkt an den Bauteilen mittels Schlagankern oder gleichwertigen Befestigungsmitteln montiert. Dieses mit einem bauaufsichtlichen Nachweis ausgestattete System bietet folgende Vorteile:
  • Einbau großformatiger Platten direkt auf den Beton (bis 2600mm Länge)
  • Befestigung mittels Schlaganker mit großen Befestigungsabständen (bis 530mm)
  • Einbau der Schlaganker ohne Unterlegscheiben
  • Einbau auch in bewitterten bzw. feuchten Bauwerksbereichen möglich
  • Optionaler Einsatz von Beschichtungssystemen (Putz, Spachtelung) möglich.

Die Bemessung des Brandschutzsystems erfolgt über eine sogenannte “äquivalente Betonschichtdicke” mit Hilfe der Norm DIN EN 1992-1-2 (Eurocode 2: Bemessung und Konstruktion von Stahlbeton- und Spannbetontragwerken –Teil 1-2: Allgemeine Regeln – Tragwerksbemessung für den Brandfall). Der Brandschutzplatte wird hierbei eine Wirksamkeit zugeordnet, die als äquivalente = gleichwertige Betonschichtdicke bezeichnet wird. Beispielsweise ersetzt eine 15 mm dicke Aestuver® Brandschutzplatte bis zu 54 mm Beton bei Stützen und Trägern aus Stahlbeton und ermöglicht so auch bei fehlender Betonüberdeckung über der Stahlarmierung Nachweise bis zu einer Feuerwiderstandsdauer von 120 Minuten. In Kombination mit DIN EN 1992-1-2 ist eine zielgenaue Bemessung in Abhängigkeit von der gewünschten Bewehrungstahltemperatur möglich.

James Hardie Europe stellt die neue ETA 11/0458 für Sie zur Verfügung:
 

ETA-Zulassung

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