FAQ
Hier finden Sie Antworten auf die wichtigsten Fragen rund um Planung, Anwendung und Einsatz von Aestuver® FireShield
Ja, das Aestuver® FireShield ist auch für den Einsatz im Holzbau geeignet. Die Elemente werden in der Regel direkt an den Holzdecken-Elementbauer geliefert, der die Aestuver® FireShield Brandabschottung werkseitig in die Holzelemente einbaut. Damit sind Brandschutz und Absturzsicherung in allen Bauphasen zuverlässig gewährleistet. Da die Aestuver® FireShield Seitenwand auf einer 25 mm Brandschutzplatte aufgebaut ist, ist eine zusätzliche Auskleidung der Aussparung in den meisten Fällen nicht notwendig. Die Elemente werden gemäß Aussparungsplan maßgenau gefertigt und müssen lediglich in die vorhandene Öffnung eingesetzt und mittels Schraubanker seitlich in der Laibung befestigt werden. Spezialsituationen: Holz-Hybriddecke gegossen: Das Aestuver® FireShield wird konventionell auf die Schalung befestigt und einbetoniert – eine zusätzliche mechanische Befestigung mit Schraubankern ist hierbei nicht erforderlich. Holz-Hybriddecke Betonelemente: Das Aestuver® FireShield wird seitlich mechanisch an die Holzkonstruktion befestigt. Die Betonelemente schließen seitlich an das Element an. Holzdecke: Das Aestuver® FireShield wird direkt an den Elementbauer geliefert und eingebaut oder bauseits in die Nische gesetzt und seitlich mechanisch befestigt.
Ja, das Aestuver® FireShield kann in einer vorhandenen Öffnung befestigt werden. Dazu wird die Öffnung vor Ort durch einen Aestuver® FireShield Partner ausgemessen, woraufhin das Element exakt auf dieses Maß produziert und anschließend mittels seitlicher Schraubanker in die bestehende Öffnung eingesetzt und gesichert wird.
Nein, es entsteht kein Platzverlust. Da das Aestuver® FireShield auf einer 25 mm dicken Seitenwand aufgebaut ist und der verfügbare Raum nach der Armierung bis zur Aussparung 30 mm beträgt, lässt sich das Element platzsparend integrieren, sodass das Lichtmaß erhalten bleibt. Eine Sondersituation ergibt sich lediglich beim Einsatz angrenzend an Erdbebenwände: Da die Seitenwand des Aestuver® FireShield nicht in die statische Wand eingesetzt werden darf, wird sie mit Schraubankern versehen und ausgeliefert, die anschließend in die Wand einbetoniert werden.
Nein, eine spezifische Anpassung der Planung ist in der Regel nicht erforderlich. Die Abstände der Medien können wie bei einem konventionellen Abschottungssystem beibehalten werden. Durch die geprüften geringen Mindestabstände kann eine Umplanung jedoch sinnvoll sein, wenn ein Raumgewinn und kleinere Schachtquerschnitte angestrebt werden.
Die Bestellung erfolgt in der Regel direkt über den Bauunternehmer. Die Erstellung von Auszügen sowie Ausschreibungsunterlagen wird von Aestuver® stets kostenneutral bereitgestellt.
Ja, und das mit zahlreichen Vorteilen. Seit den neuen Durchführungsprüfungen finden die Aestuver® FireShield Elemente zunehmend auch im Wohnungsbau Anwendung. Neben dem Verzicht auf diverse Brandschutzkomponenten – wie spezifische Brandschutzdämmungen oder Brandschutzmanschetten im Durchbruchbereich – gewährleistet das Aestuver® FireShield durchgehend die Wasserdichtigkeit. Dadurch kann der Ausbau der Haustechnik beginnen, noch bevor obere Stockwerke den Rohbau abgeschlossen haben. Das Aestuver® FireShield eignet sich dabei auch hervorragend für kleinere Öffnungen, beispielsweise für einzelne Medien. Die Abwicklung der Öffnungen erfolgt unkompliziert über den Aestuver® FireShield Partner und ersetzt kostenintensive Kernbohrungen.
Die maximale Abmessung der Standardelemente beträgt 2600 x 1250 mm. Sondermaße können auf Anfrage bis zu einer Größe von 12500 x 1250 mm bzw. 4000 x 2600 mm realisiert werden.
Der Einsatz von Aestuver® FireShield Aussparungselementen in den Steigzonen bietet sowohl wirtschaftliche als auch praktische Vorteile und beschleunigt gleichzeitig den Ausbau der Haustechnik. Da das Aestuver® FireShield Schalung, Ausschalung, Absturzsicherung und Abdichtung in einem vereint, können untere Geschosse bereits ausgebaut werden, während sich obere Stockwerke noch in der Rohbauphase befinden. Brandschutz EI90 sowie die Absturzsicherung mit einer freigegebenen Flächenlast von 800 kg/m² sind dabei während der gesamten Bauphase durchgängig gewährleistet. Im einbetonierten Zustand ist das Aestuver® FireShield zudem stets wasserdicht. Neben diesen baupraktischen Vorteilen ermöglichen die geprüften geringen Mindestabstände zwischen den Leitungen – bis hin zu Nullabständen – eine kompaktere Schachtplanung, was im Verkauf durch den erzielten Raumgewinn klare finanzielle Vorteile mit sich bringt.
Das Einsetzen der Aestuver® FireShield Elemente übernimmt der Polier. Da dieser in direktem Kontakt mit dem Aestuver® FireShield Partner steht, werden gemeinsam Liefertermine und Losgrößen festgelegt. Der Polier erhält anschließend vom Aestuver® FireShield Partner einen nummerierten Aussparungsplan, in dem alle Elemente mit den zugehörigen Aussparungspositionen übersichtlich ausgewiesen sind.
Durch die neuen Durchführungsprüfungen am Aestuver® FireShield besteht nun die Möglichkeit, auf spezifische Kautschuk-Brandschutzdämmungen zu verzichten. Medien mit Streckendämmung können damit direkt durch das Aestuver® FireShield geführt werden. Darüber hinaus entfallen weitere Brandschutzkomponenten, wie etwa Brandschutzmanschetten bei Thermoplastrohren mit einem Durchmesser von bis zu 110 mm. Die Aestuver® FireShield-Deckplatte erfüllt einen Brandschutz von EI90.
Die Elemente werden stets anhand des jeweiligen Aussparungsplans konfiguriert und gefertigt, weshalb Standardgrößen grundsätzlich nicht vorgesehen sind. Auf Wunsch entwickeln wir gemeinsam mit Ihnen jedoch gerne eine auf Ihre Standardbauweise abgestimmte Einheitsgröße.
Die Aestuver® FireShield Elemente werden auf Basis der Inhalte der aBG in unserem Werk in Calbe an der Saale produziert. Die dafür erforderlichen Platten werden ebenfalls an diesem Standort gefertigt.
Sowohl die Öffnungen am Aestuver® FireShield als auch der Brandschutz an bereits vorhandenen Öffnungen werden von einer geschulten Fachfirma ausgeführt. Sie erhalten damit eine saubere Komplettlösung aus einer Hand. Da Sicherheit für uns oberste Priorität hat, absolvieren unsere Partner jährliche Wiederholungsschulungen, um sich der besonderen Risiken bei der Arbeit in den Steigzonen stets bewusst zu bleiben.
Grundsätzlich liegt es im Ermessen der Bauleitung, zu welchem Zeitpunkt die Öffnungen am Aestuver® FireShield vorgenommen werden sollen. Das Aestuver® FireShield Team empfiehlt jedoch, die Öffnungen erst dann durch den zuständigen Aestuver® FireShield Partner ausführen zu lassen, wenn das darüberliegende Geschoss mit den weiteren Aestuver® FireShield-Elementen betoniert worden ist. Auf diese Weise ist die Wasserdichtigkeit sichergestellt und der Ausbau der Haustechnik kann zeitnah beginnen.
Mehr zu Aestuver® FireShield
Hier erhalten Sie einen klar strukturierten Überblick über Aestuver® FireShield als ganzheitliches System mit detaillierten Informationen zu Aufbau, Anwendung und Verarbeitung im gesamten Bauprozess.